Die SchülerInnen lernen unter ungeeigneten Bedingungen.
Das Morgenritual, 265 Kinder beim Appell auf dem Schulhof.

Madagaskar - An der Schule von Ambolavola weichen 46 Jahre Improvisation einem Wind der Veränderung. Neue Gebäude, Brunnen, Latrinen und pädagogische Unterstützung versprechen, die Zukunft neu zu gestalten. Wirken Sie mit, indem Sie eine Schulbank schenken!

Wenn man sich der Schule von Ambolavola nähert, hört man schon aus der Ferne die Rufe und das Lachen der Kinder. Die Kinder rennen kreuz und quer und wirbeln den Staub auf dem Schulhof auf, sicherlich, um sich an diesem frischen Morgen warm zu halten. Plötzlich ertönt der Pfiff der Direktorin Lydia Ravaomaria. Innerhalb weniger Sekunden stellen sich die SchülerInnen nach Klassen geordnet vor der Flagge auf und singen die Nationalhymne. Ein feierlicher Moment, bevor die 250 Kinder ruhig in ihre jeweiligen Klassenräume gehen und mit einem der fünf Lehrkräfte den Unterricht beginnen. Ja, es sind 50 SchülerInnen pro Klasse!

Die Schule trotzt der Zeit

Seit 1980 strömen die Kinder in diesen Schulhof, und die Gemeinschaft sorgt dafür, dass die Schule trotz zahlreicher Herausforderungen funktioniert. Die beiden Gebäude, in denen sich sechs Klassenzimmer befinden, sind baufällig: Die Wellblechdächer sind undicht, und die Gestaltung der Klassenräume, kleine Fenster, fehlende Fussböden, schaffen keine lernförderliche Umgebung. Die Direktorin erklärt uns: „Um die Situation zu verbessern, müssten neue Gebäude errichtet und richtig ausgestattet werden; mit Schulbänken, Tafeln, Schränken… Wir haben genug vom Improvisieren, das das Problem nicht löst. Auf Dauer ist das sehr anstrengend.“

Neue Klassenräume

Um diese Situation zu verbessern, haben wir nach einer gründlichen Bewertung beschlossen, zwei neue Gebäude mit insgesamt fünf Klassenzimmern zu errichten und 75 Schulbänke bereitzustellen.

Ausserdem wird ein Brunnen gebohrt, um den Zugang zu Wasser zu sichern, und fünf Latrinen werden eingerichtet. Ein Küchenunterstand wird ebenfalls gebaut, um während der Hungerperiode zwei- bis dreimal pro Woche Mittagessen zuzubereiten, wodurch das Risiko des Schulabbruchs verringert werden soll. Diese sichtbaren Massnahmen sind jedoch nur die Spitze des Eisbergs, die verbleibenden Herausforderungen sind weitaus grösser.

Fortbildung und Aufklärung

Die Unterstützung der Schule von Ambolavola wird weit über die Infrastruktur hinausgehen und ist Teil eines ganzheitlichen Ansatzes zur Stärkung des Bildungssystems auf Gemeindeebene. Die fünf Lehrkräfte werden kontinuierliche Fortbildungen in den Hauptfächern sowie im pädagogischen Bereich erhalten, ergänzt durch Coaching direkt im Klassenzimmer. Ein pädagogischer Mitarbeiter wird zudem Sensibilisierungsmassnahmen für die Eltern organisieren, um sie über Bildung und die Wichtigkeit des Schulbesuchs zu informieren. Darüber hinaus werden die Eltern mit unserer Unterstützung an der Anlage eines Schulgartens und eines Obstgartens mitwirken.

Unser Besuch neigt sich dem Ende zu. Die Hoffnung auf Veränderung leuchtet in den Augen der Direktorin: „Endlich spüren wir einen Wind der Veränderung, das ist unvorstellbar. Wir freuen uns über diese Zusammenarbeit und danken allen, die dieses Vorhaben unterstützen von Herzen.“

Mit CHF 60.- schenken Sie drei SchülerInnen eine Schulbank.

Um dieses Projekt zu unterstützen, geben Sie bei Ihrer Überweisung „Schulbank Madagaskar“ an. Herzlichen Dank.

Wenn Sie ein symbolisches Geschenk erhalten möchten, um es einem Angehörigen zu schenken, kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail (oder telefonisch).

Xavier Mühlethaler