Projekte im Süden

Unsere drei Grundprinzipien:

1) Wir unterstützen ausschliesslich lokale Initiativen und antworten auf die Bedürfnisse der benachteiligten Bevölkerung im Ländlichen Raum.

2) Wir setzen auf die Kenntnisse und die Erfahrung der Dorfgruppierungen und die Professionalität unserer lokalen Koordinationsorganisationen.

3) Wir gewährleisten die Unabhängigkeit der Projekte und garantieren die langfristige Projektbegleitung.

Themen und Projektbeispiele

Nachhaltige Landwirtschaft

Die Mehrheit der Bevölkerung in unseren Projektregionen «lebt» von Einnahmen aus landwirtschaftlichen Tätigkeiten. Die aktive Unterstützung von lokalen Projekten (insbesondere mit Schwerpunkt Frauenförderung) sowie die Gründung von Mini-Dorf-Unternehmen tragen dazu bei, die landwirtschaftlichen Aktivitäten zu professionalisieren, die Situation der Einwohner zu verbessern und Landflucht einzudämmen.

  • Dorfwerkstätten für die Verarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten, um die finanzielle Situation der Haushalte zu verbessern.
  • Gemüsegärten, landwirtschaftliche Bewässerungen, Getreidebanken, Kampf gegen Bodenerosion usw. um die Nahrungsmittelsicherheit zu garantieren und Ernten zu verwalten.
  • Weiterbildung in der Landwirtschaft, Verwendung von natürlichen Düngemitteln usw. zur Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft.
  • Kleinkreditvergabe für die Tierzucht (zum Kauf von Hüttenschafen, Esel und Karren usw.), die meist von Frauen organisiert wird.

Projektbeispiele

  • Einrichten von Frauenwerkstätten für die Bearbeitung von Getreide im Dorf Tô, Burkina Faso (CHF 22'000.-)
  • Aufbau einer Reisverarbeitungsanlage in Bangouya, Guinea (CHF 35'468.-)
  • Wiederherstellung eines Bewässerungssystems für 25 ha Felder in Behorimo, Madagaskar (CHF 28'175.-)
  • Einrichten einer Getreidebank in Touba Cocky, Senegal (CHF 30'167.-)


Wasser und Hygiene

Wasser ist Leben … aber nur, wenn es sauber ist. Die Auswirkungen der Projekte in diesem Bereich beschränken sich nicht nur auf den Zugang zu Wasser, sondern beeinflussen viele Bereiche wie Gesundheit, Wirtschaft, Soziales und Sicherheit.

  • Wasserversorgungssysteme mit Zapfstellen in den Dörfern
  • Brunnen und Wassertürme
  • Gemeinschaftliche Regenauffangbecken z.B. für Schulen
  • Toiletten, um die Grundhygiene zu verbessern

Projektbeispiele

  • Aufbau einer Wasserversorgungsanlage mit 15 Zapfstellen in Ambodimanga, Madagaskar (CHF 38'508.-)
  • Bau von drei Wasserauffangbecken für Schulen und vier Gemeinschaftsbrunnen in Mpunge, Uganda (CHF 19'882.-)
  • Brunnenbohrung und Bau eines Wasserturms mit Zapfstellen in Douré, Burkina Faso (CHF 48'470.-)


Umweltschutz

Die Förderung von geeigneten Technologien (Solarkollektoren, Biogas, Solarboiler usw.) kombiniert mit der Weiterbildung in diesem Bereich sowie dem Erhalt von Wäldern, ermöglicht es, gegen den Klimawandel zu kämpfen, die Biodiversität zu erhalten und auf lange Sicht die Lebensbedingungen der Bevölkerungen zu verbessern. Alle Projekte beinhalten Aspekte des Umweltschutzes, sei es z.B. durch Wiederaufforstung oder Sensibilisierung.

  • Unterstützung des Kampfes der Ureinwohner im Amazonasgebiet, um grosse Waldflächen durch Anerkennung der Landrechte zu retten (Landsicherung).
  • Projekte, um im Sahelgebiet unfruchtbares Land wieder fruchtbar zu machen.
  • Baumschulen, Wiederaufforstung und Wiederbelebung der Mangrovenwälder.
  • Nutzung von Sonnenenergie, Biogas und anderen erneuerbaren Energien, um andere Brennstoffe, z. B. fossile Brennmaterialien oder Holz, zu ersetzen.

Projektbeispiele

  • Schutz von Primarwald durch Anerkennung der Landrechte der Ureinwohner in den Bas Ucayali Tälern, peruanisches Amazonasgebiet (CHF 87'100.-)
  • Errichtung von 210 Biogas-Anlagen in Dai Phuoc, Vietnam (CHF 104'881.-)
  • Bienenzucht, Gemeinschaftsgärten und Wiederaufforstung für Frauengruppen der Gemeinden im Nordwesten von Kamerun (CHF 37'362.-)

Bildung

Gute Schul- und Berufsbildung ist die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung. Wir geben mit unseren sehr konkreten Projekten Impulse, die langfristig dazu führen, dass diese von den lokalen Organisationen vor Ort nachhaltig und selbständig weitergeführt und finanziert werden (Gehalt der Lehrkräfte, Wartung usw.).

  • Kindergarten, Primar- , Sekundar- und Berufsschulen, um eine qualitativ hochstehende Infrastruktur zu gewährleisten, die dem Kontext angepasst ist.
  • Projekte zur Alphabetisierung
  • Unterstützung von zweisprachigem, interkulturellem Unterricht mithilfe der Ausbildung von Lehrkräften. Dies um eine Ausbildung zu gewährleisten, die die Identität eines jeden respektiert und traditionelle und lokale Kenntnisse würdigt.

Projektbeispiele

  • Errichtung von zwei Klassensälen sowie sanitären Anlagen in einer Primarschule in Abuh, Kamerun (CHF 48’852.-)
  • Aus- und Weiterbildung von zweisprachigen, interkulturellen Lehrkräften für die einheimische Bevölkerung in Loreto, peruanisches Amazonasgebiet (CHF 8'840.-)


Gesundheit

Die lückenhafte Gesundheitsversorgung und die nicht an den Kontext angepasste Sensibilisierung haben dramatische Folgen. Jedes Jahr sterben Menschen oder leiden an den irreversiblen Konsequenzen durch vermeidbaren Krankheiten oder zu spät erfolgter medizinischer Versorgung.

  • Gesundheitszentren in den Dörfern, um eine qualitativ hochstehende medizinische Versorgung in der Nähe zu gewährleisten.
  • Organisieren von Sensibilisierungskampagnen für das Gesundheitspersonal (zu den Themen Malaria, Durchfallerkrankungen, Kinderlähmung, sexuelle Gesundheit, Aufklärung und Informationen zu Frühschwangerschaften in Zusammenarbeit mit regionalen Schulen, Mädchenbeschneidung usw.)

Projektbeispiele

  • Errichtung eines Gesundheitszentrums in Kondeta, Guinea (CHF 32'778.-)
  • Errichtung eines Gesundheitszentrums mit Entbindungsstation in Mantaw, Myanmar (CHF 67'432.-)