Spenden Sie damit die Kinder von Fandjéta lesen und schreiben lernen

Das an einem Hügel gelegene Dorf Fandjéta ist von üppiger Natur umgeben. Doch der idyllische Eindruck trügt. Die Dorfbewohnerinnen und –bewohner sind verzweifelt und haben den Eindruck, sich selbst überlassen zu sein. Die vom guineischen Schulsystem Vergessenen sind ein Mahnmal für die hoffnungslose Bildungssituation im Dorf.

Sisyphusarbeit
„2007 haben wir versucht, etwas für die Ausbildung unserer Kinder zu unternehmen“, erzählt uns ein Dorfbewohner. „Wir hatten ein Klassenzimmer aus Lehm gebaut. 64 Schülerinnen und Schüler besuchten während zwei Jahren, d.h. bis 2009 den Unterricht. Aber das Gebäude hielt den klimatischen Einflüssen nicht lange stand. Damals hatten wir den Elternverein der Schülerinnen und Schüler von Fandjéta gegründet. Dieser ist bis heute aktiv und auf der Suche nach nachhaltigen Lösungen. Aber angesichts des Mangels an finanziellen Mitteln und sonstiger Unterstützung konnten wir die notwendige Infrastruktur nicht errichten.“

Schockierende Zahlen
Die nahegelegensten Schulen befinden sich in Sorondo (7,3 km), in Khönia (10 km) und in Maléya (15 km). Angesichts der Distanzen zu diesen Dörfern befindet sich Fandjéta in Sachen Bildung in einem Niemandsland. Ein Kind im Schulalter kann diese Strecken unmöglich jeden Tag zweimal (Hin- und Rückweg) zurücklegen. Gemäss jüngsten Schätzungen werden so rund 150 Kinder von Fandjéta der Möglichkeit beraubt, die Primarschule zu besuchen. Dazu müssen die Kinder der Weiler von Fiili, Feinka und Tougui Kerein hinzugerechnet werden. Insgesamt sind in dieser Region also rund 300 Kinder nicht eingeschult.

Eine Lösung zeichnet sich ab
Bald gibt es für dieses ernstzunehmende Problem, das vor kurzem auch von der Unterpräfektur anerkannt wurde, endlich eine Lösung: Nouvelle Planète finanziert den Bau und die Einrichtung von drei Klassenzimmern. Die Primarschule in Guinea dauert sechs Jahre. Daher lässt sich das gesamte Schulprogramm mittels eines Mehrklassenunterrichts vermitteln. Die Kinder gehen vormittags von 8 Uhr bis 12.30 Uhr und nachmittags von 15 Uhr bis 18 Uhr zur Schule. Alle Klassenzimmer werden mit 24 Tischbänken, zwei Wandtafeln sowie einem Schreibtisch mit Stuhl für die Lehrkraft ausgestattet sein. Die Schule soll auch Toiletten erhalten. Die für den Primarunterricht zuständige Behörde der Unterpräfektur hat ihrerseits die Zurverfügungstellung einer ausreichenden Zahl Lehrkräfte für die neue Schule zugesichert. Da die Familien es nicht gewohnt sind, ihre Kinder zur Schule zu schicken, werden wir rund zehn Kampagnen durchführen, um die Eltern für die Bedeutung der Schulbildung zu sensibilisieren. Dabei werden wir insbesondere auch den Wert der Schulbildung für die Mädchen hervorheben.

Es ist also ein bemerkenswerter Wandel in Bezug auf die Schulsituation im Dorf Fandjéta im Gange. Die Bevölkerung ist glücklich, endlich ein Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Nouvelle Planète und die Dorfbewohnerinnen und -bewohner sagen Ihnen von Herzen „inou walli“!

Xavier Mühlethaler
Übersetzt von Marina Bentele

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