Februar 2019 : Schenken Sie den Familien von Ambohibola Trinkwasser!

  • Einige DorfbewohnerInnen schöpfen ihr Wasser aus ungeschützten Quellen
  •  Die Zapfstellen werden die Situation ändern

Madagaskar - 1384 DorfbewohnerInnen trinken verunreinigtes Wasser. Sie leiden an verschiedenen Krankheiten und wenden viel Zeit für die Suche nach dem kostbaren Nass auf. Mit Ihrer Unterstützung zeichnet sich endlich eine nachhaltige Lösung ab.

Das gab es noch nie! 2018 führten Regenmangel und hohe Temperaturen in der Schweiz zu prekären Situationen bei der Trinkwasserversorgung. In gewissen Dörfern mussten notfallmässig Rohr­leitungen installiert werden, um die Bevölkerung mit dem Trinkwassernetz benachbarter Dörfer zu verbinden. Dies machte uns unversehens bewusst, welch Privileg Trinkwasser aus dem Hahn ist.

Hier ≠ anderswo
Die Situation des in der Gemeinde Analavory gelegenen Dorfs Ambohibola kann überhaupt nicht mit der unsrigen verglichen werden. Seit Menschengedenken beschaffen sich die Menschen dort Wasser aus nicht geschützten Quellen, ohne die Gewissheit zu haben, genug oder sauberes Wasser vorzufinden. Um den durchschnittlichen Wasserverbrauch von 80 l pro Familie und pro Tag zu decken, müssen die Frauen und Kinder zwischen 40 Minuten und 3 Stunden zu Fuss zurücklegen. Um ihnen diese beschwer­liche Arbeit zu ersparen, haben mehrere Dorfbewohner versucht, Brunnen zu bohren: leider vergeblich. Der Boden ist derart brüchig, dass er einstürzt. Diese Versuche zeugen vom Willen der Dorf­bewohnerInnen, die aktuelle Situation nicht einfach hinzunehmen. Der Mangel an finanziellen und technischen Mitteln schränkt ihren Handlungsspielraum je­­doch massiv ein.

Eine massgeschneiderte Lösung
Jedes unserer Einsatzdörfer hat seine Eigenheiten, die berücksichtigt werden müssen. Ambohibola besteht aus sechs Weilern. Es liegt in einer Hochebene (1046 m ü. M.), die von mäandernden Fluss Lily durchquert und von Hügeln mit einer Höhe von 1150 m ü. M. eingerahmt wird. Die Techniker mussten sich einiges einfallen lassen, um die Herausforderungen zu meistern und den Bedürfnissen der Bevölkerung zu entsprechen. Nach unserem Einsatz werden die 1384 DorfbewohnerInnen und die 250 SchülerInnen der zwei Schulen das ganze Jahr hindurch über einen Trinkwasser­zugang verfügen. Sie alle werden, nur einige Schritte von ihrem Haus entfernt, einen Wasserhahn öffnen können. Eine echte (R)evolution für diese Menschen, die diese Veränderung seit Jahren angestrebt haben.

Xavier Mühlethaler
Übersetzt von Marina Bentele

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